Gängige Werkstoffe

Polyethylen (PE)

 

Polyethylen ist ein teilkristaliner und unpolarer Thermoplast. Aufgrund der unterschiedlichen Dichte unterscheidet man in vier Haupttypen. Mit rund 30% Anteil an der Gesamtmenge ist Polyethylen der am meisten verwendete Kunststoff. Er kann nach fast allen üblichen Verfahren verarbeitet werden und ist sehr preiswert.

 

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Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS)

 

ABS ist ein synthetisches Terpolymer aus den drei unterschiedlichen Monomerarten Acrylnitril, 1,3-Butadien und Styrol und gehört zu den amorphen Thermoplasten. ABS wird durch seine guten Eigenschaften bevorzugt im technischen Bereich eingesetzt. Von besonderer Bedeutung ist die Möglichkeit der Galvanisierung der Oberfläche zur Herstellung von beispielsweise verchromten Kunststoffteilen.

 

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Polyamide (PA)

 

Polyamide sind überwiegend teilkristalline Thermoplaste, die durch Polykondensation oder Polymerisation hergestellt werden. Polyamide haben aufgrund ihrer hohen mechanischen Festigkeit viele Metallteile im Fahrzeugbau verdrängt. Aufgrund der Gewichtsersparnis und der Möglichkeit zur rationellen Fertigung hochbelastbarer Teile mit komplizierten Geometrien werden sie auch in Hybridbauweise (Kombination unterschiedlicher Werkstoffe) mit Stahl und Aluminium eingesetzt.

 

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Polyoxymethylen (POM)

 

POM ist ein teilkristaliner Thermoplast. Es existieren sowohl Homo- als auch Copolymerisate, die sich hauptsächlich dadurch unterscheiden, dass bei den Copolymerisaten bessere Thermostabilität und höhere Chemikalienbeständigkeit vorliegen. Aufgrund seines ausgezeichneten Gleitreibungsverhaltens bei geringem Abrieb, bietet sich POM als technischer Werkstoff an. Weiter ist POM aufgrund seiner hohen Zähigkeit bei gutem Rückstellvermögen prädestiniert für die Schnapp- und Pressverbindung im Maschinen- und Gerätebau.

 

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Polypropylen (PP)

 

Polypropylen wird durch Polymerisation hergestellt und gehört zu den teilkristallinen Thermoplasten. PP ist mit rund 20% Anteil an der Gesamtproduktion der zweitwichtigste Kunststoff. Obwohl Polypropylen dem PE chemisch relativ ähnlich ist, ist es deutlich härter, fester, und thermisch höher belastbar. PP ist der Massenkunststoff mit dem stärksten Wachstum.

 

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Polyethylenterephthalat (PET)

 

Polyethylenterephthalate (PET) sind als lineare, gesättigte Polyester thermoplastische Kunststoffe. Die Herstellung erfolgt durch Polykondensation in zwei Stufen. PET ist mit etwa 6% Anteil an der Gesamtmenge der produzierten Kunststoffe einer der bedeutendsten Thermoplaste.

 

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Polybutylenterephthalat (PBT)

 

Die Herstellung des Polybutylenerephthalat (PBT) erfolgt ähnlich wie die des Polyethylenterephathalat (PET). PBT ist durch seinen Molekularaufbau ein teilkristalliner Thermoplast und weist zahlreiche dem PET verwandte Eigenschaften auf. Die geringeren mechanischen Eigenschaften lassen sich oft durch die problemlosere Verarbeitung ausgleichen.

 

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Polycarbonat (PC)

 

Polycarbonat zählt zu den amorphen Thermoplasten, weil der Kristallisationsanteil nur 5% beträgt. Hergestellt wird Polycarbonat aus Bisphenol A, einem Produkt aus Phenol und Aceton, und Phsogen nach dem Polykondensationsverfahren.

 

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Polymethylmethacrylat (PMMA)

 

Polymethylmethacrylat ist ein amorpher und glasklarer, harter und steifer Kunststoff, ist jedoch relativ spröde und weist eine nur geringe Schlagfestigkeit auf. Die Methacrylsäureester werden bei radikalischen Polymerisationsreaktionen zu hochmolekularen Produkten mit amorphem Gefüge umgesetzt.

 

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Polystyrol (PS)

 

Die auf Styrol (Vinylbenzol) aufgebauten Kunststoffe, sind mit etwa 10% Anteil an der Gesamtproduktionsmenge die viertgrösste Gruppe aller Kunststoffe. Polystyrol ist aufgrund seiner im Kettenverband ataktisch angeordneten Benzolringe ein amorpher Thermoplast. Es entsteht ein glasklares Polymerisat. Es bestehen Polystyrol-Modifikationen wie schlagfestes Polystyrol, Styrol-Acrylnitril-Copolymerisat (SAN) oder Acrylester-Styrol-Arylnitril-Terpolymere (ASA).

 

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Polyetherketon (PEEK)

 

Polyetherketon ist ein Hochleistungskunststoff und wird heute häufig für spezielle Anwendungen trotz des hohen Preises eingesetzt. PEEK ist ein teilkristalliner Werkstoff mit einem maximalen Kristallisationsgrad von 48% und wird durch eine Polykondensationsreaktion hergestellt. Bei mit Glasfasern oder Kohlefasern verstärktem PEEK sind die Wärmeformbeständigkeit und die mechanischen Eigenschaften besser als bei verstärktem PPS oder PSU.

 

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