Anwendungsbeispiel Wasserbad-Zange für Dosendichtigkeitsprüfung

Wasserbad-Zange zur Prüfung von Spraydosen auf Dichtigkeit

 

 

Die Wasserbad-Zangen werden zur Prüfung von Spraydosen auf deren Dichtigkeit verwendet. Dabei werden die Dosen mit den Zangen geklemmt und durch ein Wasserbad geführt. Kommt es dabei zu einem Blasenaustritt, ist die entsprechende Dose nicht Luftdicht.

 

 

Beim Spritzgiessen von Formteilen fallen die Teile kleiner aus als das Kaltmass des Werkzeugs. Der Grund ist die Schwindung des Kunststoffes. Wenn Kunststoff abkühlt und vom plastischen in den festen Zustand übergeht, zieht sich das Material aufgrund der Temperaturdifferenz zusammen. Bei den Wasserbad-Zangen muss die Schwindung des Kunststoffes so gesteuert werden, dass die Schenkel der Zange immer die gleichen Masse haben und die Dosen so nicht zu stark oder zu schwach geklemmt werden. Dies geschieht zum einen durch die Berücksichtigung der Schwindung bei der Werkzeugkonstruktion und zum andern durch das aufspannen der warmen Zangen auf eine Lehre bis sie ausgekühlt sind.

 

 

Als Werkstoff für die Wasserbad-Zangen wird ein Polyoxymethylen Homopolymerisat (POM H) verwendet. Durch seine hohe Festigkeit, Härte und Steifigkeit besitzt POM H eine sehr hohe Formstabilität welche für die Klemmfunktion der Zangen nötig ist. Zudem hat POM H eine geringe Wasseraufnahme und eignet sich dadurch gut für den Einsatz in Wasserbädern.

 

 

Das Spritzgiesswerkezug besteht aus einer feststehenden und einer beweglichen Hälfte. Das Angusssystem, also das Kanalsystem welches die Kunststoffmasse von der Düse zum Werkzeughohlraum leitet, ist eine Angussstange. Hier mündet der Angusskanal mit seinem grössten Querschnitt in die Werkzeughöhlung. Mit diesem System kann der Druck länger aufrecht erhalten bleiben. Dies ist besonders bei dickwandigen Teilen notwendig. Die Angussstange muss nach dem Spritzvorgang manuell von den Zangen getrennt werden.